Hundetrainermethoden

Ein Video, das einen Seminarausschnitt aus einem Canis-Seminar zeigt, hat in den letzten Tagen zu erheblichen Protesten und Anfeindungen geführt und auch wir wurden mehrfach um unsere Meinung gebeten.

Wir möchten dazu wie folgt Stellung nehmen:

Voranzustellen ist, dass eine kurze Videosequenz natürlich nur Einblicke in die Arbeit eines Hundetrainers geben kann und keinesfalls als Grundlage zu einem pauschalen Urteil herangezogen werden sollte.

Trotzdem ist in dem Video eine Übungseinheit zu erkennen und bietet genügend Informationen für eine Bewertung, die in diesem Fall auch unabhängig von der Vorgeschichte des Hundes vorgenommen werden kann.

*Update 27.12.2012* Das Video wurde inzwischen von Youtube entfernt.

 

Das Video: Der gezeigte Schäferhund zeigt von Beginn an zahlreiche Stress- und Unsicherheitssymptome. Bei dem Leinenhalter handelt es sich anscheinend um einen Auszubildenden oder Seminarteilnehmer. Der maulkorbtragende Hund hat offensichtlich keinerlei Bezug zu ihm. Die ebenfalls anwesende Besitzerin steht einige Schritte entfernt. Der Hund versucht mehrfach zu ihr zu gelangen, wird aber entweder zurückgezogen oder von ihr abgewehrt.

Ob der Hund aufgrund der vorhandenen Gegebenheiten (anwesende Trainer plus unbekannte Anzahl an Seminarteilnehmern) oder wegen konkreter Trainingserfahrungen aus der Situation flüchten möchte, kann nicht beurteilt werden.

Der Start der Übung gestaltet sich etwas verwirrend, weil der Leinenhalter keine klaren Anweisungen erhält und ihm offensichtlich nicht klar ist, wie er den Beginn am besten gestalten soll. Schließlich sind alle Beteiligten positioniert und ein Mann mit Hut und Mantel (Michael Grewe) nähert sich frontal mit schnellen Schritten dem Schäferhund, der ihm mit angelegten Ohren bereits entgegenblickt.

Gleichzeitig hebt der Leinenhalter eine Blechschüssel. Als Michael Grewe sich bis auf ca. 1 Meter genähert hat, bellt der Hund ihn an und steht dabei auf. In diesem Moment erhält er einen heftigen Schlag mit der Blechschüssel gegen den Kopf. Der Hund springt sofort zurück und versucht wiederum zu flüchten. Der Leinenhalter folgt ihm, worauf der Hund sich dem Leinenhalter zuwendet und ihn in Abwehrhaltung anbellt. Es folgen einige Leinenrucke mit drohender Körperhaltung seitens des Leinenhalters. Der Hund bellt immer noch, der Leinenhalter jedoch wendet sich jetzt ab, geht in die Hocke und fordert den Hund körpersprachlich auf, sich zu nähern. Der Hund befolgt dies auch, bellt jedoch immer noch, diesmal etwas weniger zielgerichtet sowohl in Richtung Mann mit Hut als auch in Richtung Leinenhalter.

Der Hund versucht ansatzweise eine Bewegung in Richtung der Hundebesitzerin, erhält wieder einen Leinenruck und entschließt sich daraufhin in stark beschwichtigender Haltung (geduckt und zusammengekrümmt) zum Leinenhalter zu gehen, von dem er daraufhin gestreichelt wird. Der Hund hechelt und vermeidet Blickkontakt mit allen Anwesenden (Kopfabwenden). Währenddessen erteilt Michael Grewe neue Anweisungen an den Leinenhalter.

Anschließend wird der Hund wieder in die Ausgangsposition gebracht. Sofort zeigt der Hund vermehrte Stresssymptome, er hechelt, hebt eine Vorderpfote, drückt sich an den Leinenhalter.

Als sich Michael Grewe erneut nähert, flüchtet der Hund zur Besitzerin, drückt sich an sie und wird von ihr wiederum ignoriert. Der Hund geht um die Besitzerin herum, bis sich die Leine um sie wickelt. Daraufhin wird er von der Besitzerin wieder weg- und in die Ausgangsposition geschoben. Das Video endet an dieser Stelle.

Diese Vorgehensweise beinhaltet zunächst einmal mehrere gravierende ausbildungstechnische Fehler:

Ein wie in der Stellungnahme von Herrn Grewe beschriebener als gefährlich eingestufter Hund, der mehrfach Beschädigungsbeißen gezeigt hat, sollte keinesfalls von jemandem korrigiert werden, der sich noch in der Ausbildung zum Hundetrainer befindet. Das Risiko, dass der Hund durch Fehler, wie sie jedem Auszubildenden zuzugestehen sind, weiter in seinem problematischen Verhalten verstärkt wird, ist einfach zu groß, wenn Gefahr für Menschen und das Leben des Hundes auf dem Spiel stehen.

Der Hund zeigt von Anfang an, dass die Situation für ihn bedrohlich ist. Er möchte sich gerne entziehen. Seine Unsicherheitssignale werden konsequent ignoriert. Seine Besitzerin signalisiert dem Hund durch ihr Verhalten, dass sie nicht zur Unterstützung bereit ist und der Hund wird gezwungen, in der Situation zu bleiben, ein Ausweichen ist nicht möglich. Der in dieser Sequenz auslösende Faktor – ein sich frontal nähernder Mann – stellt für den Hund eine Bedrohung dar. Dass diese Bedrohung tatsächlich keine ist – ist einem Hund mit diesem Verhalten nicht bewußt, schließlich kann er die Situation nicht reflektieren. Tatsache ist, der Hund empfindet es als Bedrohung, also handelt er auch dementsprechend. Seine erste Strategie, nämlich auszuweichen und Schutz bei der Besitzerin zu suchen, wird verhindert – was bleibt ihm also noch? Nur der Angriff! Anzumerken ist, dass der „Angriff“ lediglich durch Anbellen und Aufstehen besteht – also bei weitem nicht mit vollem Körpereinsatz geführt wird.

Der Schlag durch den Blechnapf zeigt dem Hund dann ganz klar, dass er absolut Recht hatte, sich vor der Annäherung des Mannes zu fürchten – was sonst soll der Hund daraus lernen?

Da anschließende Bedrohen und „Einladen“ (vom Hund abgewandt hinhocken des Leinenhalters) des Hundes erfolgt – man möchte fast sagen unabhängig vom Verhalten des Hundes – abgespult und unreflektiert.

Alles in Allem: Eine unserer Meinung nach sinnlose und zudem gefährliche Vorgehensweise.

Zum einen hat der Hund bei der gezeigten „Methode“ keine Möglichkeit zu begreifen, was von ihm erwartet wird. Er wird Folgendes lernen: Fremde Männer sind tatsächlich bedrohlich, man muss sich wehren. Fremde Männer, die die Leine halten, sind ebenfalls bedrohlich, inbesondere, wenn sie den Arm heben und einen Gegenstand halten. Desweiteren ist die Hundehalterin nicht in der Lage, solche Situationen zu leiten und damit als Halt und Vorbild für den Hund wertlos.

Zum anderen ist Ausbildung über Strafe und die Absicht, ein dauerhaftes Meideverhalten zu erreichen in dem gezeigten Fall ethisch nicht zu vertreten. Eine körperliche Korrektur kann in manchen Fällen angebracht sein. Dieser Fall gehört eindeutig nicht dazu und der Einsatz von Schlägen ebenfalls nicht.

Daneben zeigt die Erfahrung, dass ein dauerhaftes Meideverhalten so nicht zu erreichen ist, sondern der Hund im Gegenteil in Zukunft eben schneller und gezielter angreifen wird. Selbst wenn der Hund im Meideverhalten verbleibt stellt sich die Frage, ob man so mit Hunden umgehen möchte? Ein Leben in Angst und Unterwürfigkeit sollte einem Hund nicht auf Dauer zugemutet werden.

Und der wichtigste Punkt überhaupt: Es ist überhaupt nicht notwendig, so vorzugehen! Es würde an dieser Stelle zu weit führen, sämtliche Erziehungsmethoden aufzuzählen, die in ähnlich gelagerten Fällen zu einem dauerhaften Erfolg führen, ohne dass Schläge und Einschüchterung des Hundes dafür notwendig sind.

Nicht zuletzt inklusive einer ausführlichen und sinnvollen Schulung des Hundehalters. Gerade bei aversiv und energisch arbeitenden Trainern besteht immer die Gefahr (neben dem Stress für den Hund und viele Besitzer), dass der Hund „klug“ gemacht wird – und seinen Menschen anschließend umso weniger als führungskompetent einschätzt. Gut arbeitende Hundetrainer wissen um diese Problematik und werden immer Wege finden, die den Menschen an seiner momentanen Situation abholen und Lösungswege aufzeigen, die sowohl dem Hund als auch dem Mensch dienen und vor allem machbar sind. Vor allem sollte der Besitzer auch komplett in den Trainingsweg eingebunden werden, um eine dauerhafte Verhaltensänderung beim Hund zu erzielen. Ziel sollte daneben auch immer sein, den Hundehalter so weit zuschulen, dass er vom Trainer unabhängig mit seinem Hund leben kann!

Zur Kritik im Internet an Michael Grewe und seinem Team:

Canis und damit Herr Grewe haben sich in den letzten Jahren als „die erste Adresse für Hundetrainerausbildung“ in Deutschland präsentiert. Daneben pflegt Herr Grewe eine ausgeprägte Kritikkultur an anderen Methoden und Kollegen in seinen Veröffentlichungen. Jemand mit dieser Selbsteinschätzung und -haltung muss sich unserer Meinung nach sehr wohl fachlicher Kritik und Auseinandersetzung stellen.

Damit sollte eigentlich schon alles gesagt sein, nämlich „fachliche“ Kritik. Die Art und Weise, wie manche sich äußern, hat damit leider wenig zu tun. Persönliche Anfeindungen, Androhung von körperlicher Gewalt oder gar Holocaustvergleiche sind absolut unangemessen und schaden dem Berufsstand des Hundetrainers genau so wie antiquierte Ausbildungsmethoden, wie sie in dem Video zu sehen sind.

Die Aussage in der Stellungnahme von Herrn Gewe „der Hund musste geöffnet werden“ erinnert leider in fataler Weise an das orwellsche Neu- und Schönsprech (http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech) und wirft die Frage auf, wann und wo jemals Brutalität als Mittel zur Konfliktlösung sinnvoll eingesetzt werden konnte.

Wir sind entsetzt – sowohl über das gezeigte Video als auch über die Art und Weise wie manche Menschen darauf reagieren.

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19 Kommentare zu Hundetrainermethoden

  1. Gigi sagt:

    Danke!!

  2. Marie Lühl sagt:

    Vielen Dank für diese detaillierte und in meinen Augen sehr zutreffende Analyse!

    Gruß
    Marie Lühl

  3. Heike Rinn sagt:

    Liebe Petra,
    vielen Dank an euch für diese sachliche und fundierte Stellungnahme!
    Ich weiß nicht, was mich mehr entsetzt: das Video oder die schrecklichen Reaktionen, die es darauf gab. Und ich bin sehr froh und erleichtert, dass es in „unseren Reihen“ auch fachlich und sozial kompetente Kollegen gibt, die zu differenzierter Betrachtungsweise in der Lage sind!
    Ganz liebe Grüße
    Heike

  4. Hammer, ich hab gedacht, ich seh nicht richtig. Da regt sich Gott und die Welt über Cesar Millan auf – …. ich kann es einfach nicht glauben, dass das der Grewe ist. Mir fehlen die Worte. Danke für die Info!
    Angela Rohloff – canangi dogschool Barcelona

  5. Fabienne Sander sagt:

    Endlich mal ein guter, sachlicher Beitrag zu diesem Thema. Der Shitstorm der letzten Tage war ja unerträglich. Es ist traurig zu sehen, wie die Leute sich hochkochen und nicht differenzieren können.

    Fakt ist doch:
    – Das Video und die darin gezeigte Gewalt sind ein NO-GO, das ist wahr!
    – Die pauschale Verurteilung und die Flut an emotionalen Reaktionen sind oberflächlich und nicht durchdacht. Wer aus Gründen des angeblichen Tierschutzes so vehement auf einen Menschen, den er nicht kennt, verbal losgeht und sogar noch mit Gewalt droht und das auch noch richtig fände, der ist selber nicht besser als das, was er verurteilt
    – Die pauschale Verurteilung jedes Trainers, der in seinem Leben irgendwann mal was mit Canis zu tun hatte, ist ebenso undurchdacht und oberflächlich. Es gibt nicht nur beim Hundetraining, sondern auch in anderen Bereichen (Psychologie / Psychotherapie, Medizin, Pädagogik…) eine Fülle von Lehrmethoden, Theorien und Ansätzen. Ein guter Schüler, gleich welcher Profession, zieht sich die Quintessenz aus sämtlichen Seminaren etc. und „kocht sein eigenes Süppchen“. Im Idealfall ist man offen für alles und entwickelt seine eigenen Methoden.
    – Letztlich ist nicht nicht nur ein gewaltausübender Hundetrainer zu verurteilen, sondern auch ein Besitzer der tatenlos danebensteht und aus Obrigkeitshörigkeit nicht widerspicht, auch wenn das Bauchgefühl etwas anderes sagt.

    Wir hatten eine wundervolle Trainerin, die Canis-Studentin ist. Mit ihrer Hilfe haben wir aus unserer unverträglichen Laila einen nahezu normalen Hund machen können, der ohne Maulkorb und Leine in Gegenwart anderer Menschen und Hunde herumlaufen kann. Und dieses Training war gewaltlos. Ich würde mich niemals von einem Trainer dazu bringen lassen, meine Hunde mit Gewalt zu erziehen. Es ist doch MEINE Verantwortung, mich ab einem bestimmten Zeitpunkt dazwischen zu stellen und zu sagen „Mit dieser Methode bringt NIEMAND meinem Hund etwas bei!“

    Alle, die hier so schön aufschreien und im Namen des Tierschutzes aber gleich pauschal alles verurteilen, was auch nur annähernd „gewaltsam“ wirken KÖNNTE wie ein Leinenruck, den Hund in die Seite stupsen oder ihm etwas vor die Füße zu werfen, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, sollten sich mal anschauen, wie wenig zimperlich Hunde untereinander sich maßregeln. Und während die Gutmenschen sich auf dem Hundeplatz totklickern und -streicheln, dann aber in der Anonymität des Internet dann ihre Gewaltphantasien verbal ausleben, verbleibe ich mit kopfschüttelnen Grüßen…

  6. markus sagt:

    was mich interessieren wuerde, faellt das unter tierquaelerei und ist es strafrechtlich verfolgbar, oder ist es einfach nur ein extrem schlechter trainer?

  7. Hallo Markus,

    meines Wissens laufen Strafanzeigen, aber ich habe schon irgendwo gelesen, dass da wohl nichts draus wird.

  8. Diana Jork sagt:

    zweiter Anlauf ….

    Hallo Petra,
    eine fachlich sehr gelungene Stellungnahme.

    Ich ganz persönlich werde ständig auf dieses Video angesprochen, auch wenn mein Hauptthema nicht unbedingt aggressive Hunde sind.

    Herr Grewe hat bereits vorgestern die Veröffentlichung weiterer Videosequenzen (vorher und nachher) angekündigt, leider erfolgte bisher keine Umsetzung dieser Ankündigung.

    Ich finde, wenn man den Anspruch hat, die „führende Hundeschule in Deutschland“ zu sein, dann sollte man in der Lage sein, die neuesten Erkenntnisse des Hundepsychologie, des Lernverhaltens etc. in die Tat umzusetzen.
    Ein Hund, der angeblich von der Einschläferung bedroht ist und durch eine Therapie nun „überleben“ soll, gehört wahrlich nicht in die Hände eines Azubis, der Anleitungen aus dem Off braucht, wo er zu stehen hat, damit die Ausführung der Bestrafung klappt.
    Und ja, in einer Hinsicht ist den Befürwortern einer „Anti-Wattebausch-Strategie“ Recht zu geben, man kann nicht alles über Lob erreichen. Bei den entsprechenden Hunden muss es auch mal ein klares „Abbruchsignal“ geben können, das aber niemals aus sinnloser Gewalt bestehen darf. Was soll der Hund daraus lernen? Alternativverhalten??
    Sämtliche Körpersignale werden konsequent ignoriert. Die Hundebesitzerin ist in keinster Weise informiert über das, was da abläuft, sie steht ziemlich unglücklich in der Gegend rum. Ob man ihr das zum Vorwurf machen kann? Immerhin hat sie sich Hilfe suchen wollen …
    Der Hund hat laut Stellungnahme von Grewe in einer Sequenz vorher „zielgerichtet in Beine und Unterarme gestoßen“ …hmmm … komische Ziele, wodurch die wohl begründet sind?
    Ich persönlich sehe einen massiv verunsicherten Hund – und da ist es egal, ob er vorher massiv aggressiv war oder nicht – immer muss auf das augenblickliche Verhalten eingegangen werden! -, dessen sämtliche Körpersignal von allen Beteiligten ignoriert werden. Die ganze Stimmungslage, die ja für den Hund spürbar ist!! , fokkusiert sich darauf, eine Bestrafung „zelebrieren“ zu können. Und dafür muss der Hund zwangsweise in eine (mild)aggressive Handlung hineingezwungen werden.
    Wo soll da ein Lerneffekt eintreten?
    Das widerspricht sämtlichen lernbiologischen Erkenntnissen.

    Auch die Stellungnahme von Herrn Grewe zu dieser Videosequenz hinkt sämtlichen modernen Erkenntnissen in Hundepsychologie und Lerntheorie gewaltig hinterher.
    Das sich Hundetrainer darüber aufregen, ist auch nicht verwunderlich.
    Als führende Hundeschule Deutschlands wirft man schließlich ein Licht bzw. den entsprechenden Schatten.

    Was gar nicht geht, ist die Hetze gegen Grewe als Person/seine Familie/CANIS/Studenten etc.
    Ich finde, man kann das, was da zu sehen ist, deutlich ablehnen, sich distanzieren, anderer Meinung sein, etc. aber das darf niemals in persönlichen Beleidigungen oder Aufrufen zum Schaden eines Menschen sein. Wer für gewaltfreies Training plädiert, sollte auch in der Lage sein, gewaltfrei zu argumentieren!

    Liebe Grüße – auch von Merlin – , Diana

  9. Vielen Dank Petra, für diesen (endlich mal) emotionslosen Fachbeitrag.
    Ich würde mir wünschen, dass es mehr Menschen gäbe, die dazu fähig sind. Es ist erschreckend, was manche Leute zu diesem Thema von sich geben!!!
    Ich wünsche Dir, Iris und Angelika ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    LG Nathalie Winter

  10. Ilona sagt:

    ….. super Beitrag und vielen Dank der Hundeschule Aschaffenburg für die Sachlichkeit.
    Gruß und friedvolle Weihnacht
    Ilona mit Alina und Pflegehund DAMA

  11. Herzlichen dank für diesen Beitrag, er spricht mir aus dem Herzen.

  12. Tanja sagt:

    Sehr gute, sachliche Stellungnahme. Ich möchte mich diesen Worten gerne anschließen.

  13. Andrea sagt:

    danke für die sachliche Stellungnahmen. und zu den anderen Kommentaren wo Methoden mit Sachen vor die Pfoten werfen od „nur in die Seite kneifen “ als harmlos bezeichnet wird finde ich sind um nichts besser als das Video. man mag sich nur vorstellen wenn man von einen Böllerknall vor und zu Silvester überrascht wird, dass auch kein angenehmes Gefühl bringt

  14. Tino sagt:

    Hmmmm Wurde mein Kommentar nun gelöscht? Naja, dann schreib ich mal nur das soche methoden absolutes NO-Go sind und ich meine Hunde und mich lieber nach Cesar Milan ausrichte als nach solch hier gezeigten methoden…

    Allen schöne Feiertage Wünsch…

  15. Dana sagt:

    Vielen Dank für diese detaillierte Stellungnahme!

  16. Simon sagt:

    Danke für diese tolle Stellungnahme.
    Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass ich es schade finde, dass Sie einerseits die Holocaustvergleiche einer Frau von Reinhardt kritisieren, andererseits aber selbst den Vergleich mit Orwells Neusprech anführen, wo das gemeinte Buch doch in direkter Anlehnung an die totalitären Regime der 1930er und 1940er Jahre geschrieben wurde.

  17. Hallo, auch wir waren von diesem Video geschockt, und dachten uns da muss etwas getan werden, natürlich auf sachlicher Ebene und keine Beleidigung oder gar Drohungen. Deswegen haben wir uns entschlossen eine Anzeige zu erstatten und auch Blog-Einträge zu verfassen.

    Hier geht es zur unserer Anzeige:
    http://www.uschisoase.com/anzeigeldk.pdf

    Und hier zu unserem Blog, und den betreffenden Einträgen:

    1. http://uschisoase.blog.de/2012/12/20/wolf-schafspelz-15339759/
    2. http://uschisoase.blog.de/2012/12/21/wolf-schafspelz-15343449/
    3. http://uschisoase.blog.de/2012/12/22/wolf-schafspelz-15346039/
    4. http://uschisoase.blog.de/2012/12/23/wolf-schafspelz-15349018/

    Wir finden aber auch, dass Herr Grewe und CANIS genug Zeit hatte, auf ihrer Stellungnahme auch Taten folgen zu lassen (wie eine längere Version des Videos zu zeigen). Was aber bisher nicht passierte.

    MfG,
    Tassilo Manges

  18. axel sagt:

    PRESSEMITTEILUNG
    Berufsverbände verurteilen Gewalt in der Hundeerziehung
    Organisationen üben scharfe Kritik an veralteten Trainingsmethoden
    Berlin/ Frankfurt am Main, 27. Dezember 2012 – Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV e.V.), die Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen e. V. (IGuH e.V.) und der Internationale Verband der Hundetrainer (IBH e.V.) üben scharfe Kritik an gewalttätigen Methoden in der Hundeerziehung. Anlass für die Stellungnahme der in den Berufsverbänden zusammengeschlossenen Hundetrainer ist ein vor kurzem veröffentlichtes Video, das sehr deutlich den Einsatz von Gewalt dokumentiert: Einem Schäferhund wird dabei mit einem metallenen Futternapf heftig seitlich an den Kopf geschlagen. Die Szene stammt dem Vernehmen nach aus einer Lehrveranstaltung des verantwortlichen Hundetrainerausbilders Michael Grewe aus Norddeutschland für angehende Hundetrainer. „Es ist nicht hinnehmbar, dass es Einrichtungen in der Bundesrepublik gibt, die nicht vor Gewalt als Mittel zur Erziehung von Hunden zurückschrecken und dieses sogar an angehende Hundetrainer weitergeben“, kommentiert Rainer Schröder, der 1. Vorsitzende des BHV das Video. „Auszubildende Hundetrainer werden dazu angeleitet, diese fragwürdige Methode anzuwenden, was aus ethischer und tierschutzrechtlicher Sicht keineswegs akzeptiert werden kann“, ergänzt Thomas Bierer, der Vorsitzende des IBH e. V.
    Gewalt ist im Hundetraining offenbar weiterhin verbreitet und wird zudem noch durch sogenannte Hundeexperten als probates Mittel in der Hundeerziehung gutgeheißen. In dem jetzt bekannt gewordenen Fall handelt es sich um die „Methoden“ eines Trainers, der mit einer Hundetrainerausbildung wirbt, „deren erfolgreicher Abschluss zu einer behördlich anerkannten Zertifizierung führt“. Die drei unabhängigen Berufsverbände sind in großer Sorge, dass Gewalt in der Hundeerziehung durch ein solches Verhalten einzelner Einrichtungen salonfähig gemacht wird. „Um es deutlich zu machen: Gewalt hat in der Hundeerziehung und im Hundetraining nichts zu suchen“, sagt Elke Müller, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen. „Solche Handlungsweisen tragen zur Verunsicherung der Hundehalter bei, denen man glauben macht, dass ein ‚bisschen‘ Gewalt nicht schadet und die schlussendlich mit dem Problemverhalten ihres Hundes im Regen stehen gelassen werden.“
    Der Protest zahlreicher Hundetrainer, aber auch Tierschützer und privater Hundehalter zeige, dass Gewalt aus Tierschutzsicht abzulehnen ist. Außerdem sei es wissenschaftlich erwiesen, dass solche „Methoden“ nicht zielführend sind, um einen Hund wieder auf die „richtige Bahn“ zu lenken. Bestätigt sehen sich die Verbände in einer Diskussion auf Facebook: Die überwältigende Mehrheit der mehr als 2.600 Kommentatoren verurteilt die im Video dargestellten Szenen, nur ein Bruchteil im zu vernachlässigenden einstelligen Prozentbereich heißt das gewaltsame Vorgehen bei der Hundeausbildung für gut.
    Gleichzeitig erhoffen sich die drei Organisationen eine sachliche und faire Diskussion um die Methoden in der Hundeerziehung und lehnen persönliche Hasstiraden und Drohungen ab. Die Verbände sehen sich in dem von ihnen in den Satzungen festgelegten Ziel einer gewaltfreien und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Hundeerziehung bestätigt und werden sich gemeinsam dafür einsetzen, dass angehende Hundeerzieher und Hundetrainer befähigt werden, ohne Gewalt zu arbeiten. Die jetzt bekannt gewordenen Szenen stellen die Urheber der dort vorgeführten Trainingseinheit klar ins Abseits und sprechen ihnen jede Kompetenz in Fragen der Hundeerziehung ab.
    Pressekontakt:
    Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e. V. (BHV)
    c/o Medienbüro Gäding
    Ansprechpartner: Marcel Gäding
    Tel. 030 38201753
    E-Mail: presse@bhv-net.de

    oder über die Seite der IG Hundeschulen e.V.
    http://www.ig-hundeschulen.de

  19. Tom sagt:

    Laut Erklärung sollen noch einige Videos folgen die das Handeln erklären. Man darf gespannt sein. Auch wenn es keine rechtlichen Folgen nach sich zieht, die Folgen für das Ausbildungszentrum sind absehbar wenn die Beteiligten kein Problembewußtsein entwickeln.

    Tom

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