Erziehung ohne Leckerchen

Eigentlich wollte ich gerade einen Blogbeitrag über die Diskussion Leckerchen ja oder nein schreiben, stelle aber fest, dass ich das ja bereits 2009 getan habe ;)

Gerade am Wochenende hatte ich wieder die Diskussion mit jemandem, der im Brustton der Überzeugung verkündete, er erzieht seinen Hund ohne Leckerchen. Ausdruck, Haltung und Metabotschaften verkünden dabei oft ganz klar “Ich bin der bessere Mensch, ich kann das!”.

Ich frage mich (und mein Gegenüber) dann immer: Warum? Kommt man eher in den Himmel (und will ich da überhaupt hin?), wenn man ohne Futter erzieht? Verbessert es mein Karma? Oder das meines Hundes? Oder den Weltfrieden?

Wie die Krawallmaus so schön in ihrem letzten Buch schrieb, sind Hundetrainer oft Hunden gegenüber selbstbewusst, schnell, autoritär und nicht zuletzt konsequent auftretende Menschen – so jemand hat es mit Hunden natürlich leicht. Hunde lieben eine selbstbewusste Führung und sind dann schnell bereit, einem jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Ich bin ja auch so jemand und muss leider zugeben (sicher schlecht für mein Karma… oder ist das wieder gut, wenn ich es öffentlich zugebe?), dass das zum einen mit Hunden sehr bequem ist und zum anderen natürlich gut fürs Ego ;)

Leider nützt das meinem Kunden, der diese Ausstrahlung vielleicht nicht hat und zum anderen evtl. Ersthundebesitzer ist, eher wenig. Da hilft es auch nicht, wenn ich verkünde “Da brauchen sie halt mehr Persönlichkeit!”.

Ich muss in der Hundeerziehung natürlich unterscheiden: Ausbildung, d.h. die ganzen formalen Sachen wie Sitz, Platz, Komm, Leinenführigkeit etc. sind für den Hund abstrakte Handlungen, die er erst einmal lernen muss. Hier erleichtert eine sinnvoll eingesetzte Belohnung das Lernen ungemein. Aber (Zeigefingerheb!), eine Belohnung ist nur eine Belohnung, wenn sie auch als solche empfunden wird.

Ich habe dutzende von Filmaufnahmen, in denen einem Hund “liebevoll” und “belohnend” über den Kopf gestreichelt oder an ihm herumgeklopft wird. Der Mensch meint es als Lob (und fühlt sich noch toll dabei, schließlich bildet er den Hund ohne Leckerchen aus = guter Mensch!), der Hund duckt sich ab, wendet den Kopf ab, leckt sich über die Schnauze (züngelt), weicht evtl. sogar zurück und zeigt mit all diesen Verhaltensweisen sein Unwohlsein. Evtl. erträgt er es, belohnt fühlt er sich ganz sicher nicht!

Damit ein Hund eine taktile (= körperlich) Belohnung auch als solche empfindet, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein: Er muss zum einen der Typ dafür sein, manche Hunde mögen das mehr als andere und einige überhaupt nicht. Und die Beziehung von meinem Hund zu mir muss stimmen: Er muss sich als zugehörig fühlen und mich als Führungspersönlichkeit (im guten, nicht im tyrannischen Sinne!) anerkennen. Manche schreiben dann lieber von der Elternrolle, aber ich bin sicher, meinem Hund ist das Etikett egal – der Inhalt muss stimmen.

Bis ich aber diesen Grad an Beziehung erreicht habe, dauert es für Ersthundebesitzer erfahrungsgemäss ein wenig. Oder die Beziehung ist schon in einer Schieflage… oder der Hund hat aufgrund seiner Vorgeschichte erhebliche Probleme, einen Menschen überhaupt als Sozialpartner anzuerkennen oder, oder… Gründe gibt es viele.

Natürlich kann man als Belohnung auch spielen. Spielt der Hund gerne, ist das ebenfalls eine sehr sinnvolle Bestätigungsmöglichkeit… oder man gibt den Hund frei und er darf zu der interessanten Schnüffelstelle laufen oder, oder… Möglichkeiten gibt es viele und der gute Hundetrainer wird genau diejenige nutzen, die für das vor ihm stehende Mensch-Hund-Team das Beste ist: Beiden muss es Spaß machen!

Auch wenn ich mit meinen Hunden schon lange so weit bin, dass sie Aufmerksamkeit und Lob von mir tatsächlich als solches empfinden, habe ich auf den meisten Spaziergängen immer noch Futter dabei (und ein Spiely für Bran).

Ich arbeite gerne mit Futter und erfreue mich an den strahlenden Hundeaugen, wenn es zwischendurch für gute Leistung etwas Leckeres gibt :) … oder ein Sozialspiel…. oder ein Spielzeug…. oder was auch immer ;)

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QR-Codes für den Hund

Kennen Sie QR-Codes? Das sind diese seltsamen grau-weißen Kästchen mit wirren Symbolen.  Scannt man diese mit seinem Smartphone und einer (kostenlos erhältlichen App), wird man auf Wunsch direkt auf eine Internetseite umgeleitet. Praktisch, wenn man unterwegs ist und sich die Adresse nicht aufschreiben oder merken möchte.

Nun gibt es das als moderne Hundemarke. Mußten wir natürlich gleich ausprobieren.. ich bin ja so ein kleiner heimlicher Technikfreak mit profundem Halbwissen ;)

QR-Marke von Trilus

QR-Marke von Trilus

Der QR-Code ist auf ein kleines Aluschild gedruckt, welches mittels dehnbaren Gummiringen problemlos am Halsband befestigt werden kann. So sieht das

IMG_4311[1]

dann ausgepackt aus:

Nun muss man erst einmal die Marke registrieren, damit sie auch etwas nutzen kann. Das ist nicht weiter schwer, man besucht die auf der Verpackung angegebene Internetseite http://www.trilus.de/QR/ und registriert sich erst einmal als Benutzer. Diese Daten werden nicht veröffentlicht. Nun kann man seine QR-Marke (oder mehrere) ebenfalls registrieren. Dazu tippt man den individuellen Zahlen-Buchstaben-Code ab. In meinem Fall durfte ich das drei Mal machen, weil ich das kleine “l” mit einer “1″ verwechselt habe. Dabei habe ich schon eine Lesebrille ;)

Die Marke wird dann erkannt und man kann die eigenen Adresse- und Telefondaten sowie die des Hundes eintragen. Wenn man möchte, kann man noch ein Bild des Hundes und der Steuermarke (wozu das eigentlich??) hochladen.

Diese Angaben sieht der Finder des Hundes dann, wenn er den Hund scannt. Also mindestens die Telefonnummer wäre sinnvoll.

IMG_4312[1]Nachdem das endlich erledigt war (und mich die Website noch ein wenig durch die etwas chaotische Menüführung geärgert hatte), scannte ich Bran gleich mal.

Folgende Internetseite tauchte prompt auf:

“Dieses Tier wurde nicht als verloren gekennzeichnet – Bitte versuchen Sie es später nochmal”.

Hm….. Also nochmal die Seite studiert und den Passus gefunden “Verloren am”… Also da etwas fiktives eingetragen und nochmal gescannt – gleiches Ergebnis. Ok, dachte ich, dauert vielleicht ein bißchen… Aber fünf Minuten später wieder nix. Also AEG-Prinzip getestet (Ausschalten, Einschalten, Geht wieder ;) .  Ausgeloggt, wieder eingeloggt … und halt!… Direkt nach dem Einloggen kommt man erst einmal auf eine Übersichtsseite. Dort sieht man seine Marken, die standardmäßig auf “Nicht verloren” stehen.

QR1

Mit Klick auf “Status ändern auf Verloren” ist die Marke endlich scanbar. Könnte man ja auch mal in der Anleitung erklären….

Nun lässt sich die Marke scannen, meine Daten erscheinen und der Finder kann mich anrufen und/oder eine Email schicken. Gleichzeitig erhalte ich jedesmal automatisch eine eMail, wenn die Marke gescannt wird. Stimmt der Finder zu, bekomme ich sogar eine Meldung, wo das passiert ist.

QR2Sinnvoll erscheint mir, diesen Status so eingestellt zu lassen. Schließlich könnte es ja passieren, dass der Hund beispielsweise bei einem Unfall in Panik davon rennt und ich einfach nicht die Möglichkeit habe, auf der Internetseite erst einmal den Status zu ändern.

Fazit: Eine moderne, absolut klimperfreie Idee für Technikbegeisterte. Viele junge Leute kämen sicher eher auf die Idee, den Code zu scannen, als nach einer (womöglich noch in einem Täschchen versteckten) Marke zu suchen.

Wer mag, darf gerne mal Bran scannen.

Erhältlich ist die Marke zum Preis von 19,90 € bei uns im Pfotentreff. Im Preis enthalten sind alle weiteren Schritte, also Registrierung und Bereitstellung der Internetseite mit den Daten sowie die eMail-Benachrichtigungen.

Links:

Hersteller-Link
MyPrivateQR
Kostenlose App für iPhones
Kostenlose App für Androidphones

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Leseecke: Herrchenglück

Obwohl ich ja schon lange Zeit hauptberufliche Krause bin, genieße ich die Bücher der Krawallmaus von Michael Frey Dodillet immer wieder. Ich kenne kein anderes Buch, in dem die ganze Hundetrainingsszene so humorvoll auf die Schippe genommen wird.

Krause? Sie kennen offensichtlich die Krawallmaus-Bücher noch nicht…  Als Krause bezeichnet der Autor Hundeexperten. Es gibt natürlich Hobby- und Profikrauses, Clickerkrauses, Schleppleinenkrauses, Wattenbäuschchenkrauses und so weiter. Natürlich gab es bereits nach dem ersten Buch böse Stimmen von beleidigten Krauses, aber Humor ist offensichtlich nicht jedem gegeben…

In seinem neuesten Buch nun bekommt die Krawallmaus Luna Gesellschaft in Form eines weiteren Vierbeiners namens Wiki – ich habe selten so gelacht und mich amüsiert. Frei nach dem Motto, wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche? Langweilig wird es mit Luna und Wiki sicher nicht.

Unser Prädikat: Absolut lesenswert!

Hier gehts zu den Vorgängerbüchern von Michael Frey Dodillet

Link zu den Krawallmaus-Tagebüchern

PS: Ich hätte diesen Blogbeitrag auch geschrieben, wenn wir nicht gleich zweimal namentlich im Buch erwähnt worden wären… was jetzt nicht heißen soll, dass uns niemand mehr erwähnen soll ;)

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Leseecke: Sonst kommt dich der Jäger holen…

Der neue Krimi mit Flipper… nein… nicht dem Delfin, sondern einem großen schwarzen Mischling ;)

Seul_Sonst kommt dich der Jäger holen

Ich habe schon den ersten Krimi mit viel Spaß gelesen – Flipper und sein Frauchen Franza bieten leichte Krimikost, schön für zwischendurch mit gerade so viel Hundetouch, dass es für Hundefreunde richtig ist. Natürlich ist Flipper ein wenig mehr begabt als der durchschnittliche Hund, aber darüber sehen wir mal generös hinweg. Ein wenig nervt die komplizierte Beziehungsgeschichte, ich weiß gar nicht, wann ich den letzten Krimi gelesen habe, in der der Ermittler/die Ermittlerin ein halbwegs normales Privatleben haben.

Fazit: Lesespaß zum Abhängen, nichts Anspruchsvolles, aber lustig und spannend!

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Intermediäre Brücke im Hundetraining

Zu diesem Thema wollte ich schon lange etwas schreiben, weil teilweise wirklich grausige Videos durch die Hundewelt geistern.. Aber Klaus hat das sehr schön übernommen, so dass ich mir die ganze Arbeit sparen kann und einzig und allein auf seinen Blog verweise:

http://perkeos-welt.blogspot.de/2013/04/die-intermediare-brucke.html

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Frisch gelesen: “Klick im Kopf zum Hundeglück”

Dieses nette Buch habe ich mit viel Spaß gelesen, wenn mich auch der Titel etwas irritiert hat (als Hundetrainerin ist “Klick” halt anders besetzt….).

Die Autorin, eine langjährige Züchterin von Elos (Link zur Zucht “von Werths Echte”) beschreibt anhand eines eMail-Verkehrs mit einer Welpenkäuferin ihre Art und Weise, wie sie Hunde erzieht und ins Familien- und Rudelleben eingliedert.

Die allermeisten Erziehungstipps sowie die Problemchen mit den Welpenkäufern und sonstigen Hundebesitzern kann ich sehr gut nachvollziehen.

Einzig im kategorisch abgelehnten Boxtraining bin ich mit der Autorin wirklich nicht einer Meinung. Im eMail-Kontakt mit ihr hat sich allerdings herausgestellt, dass eine Welpenkäuferin die Box wohl wirklich als Gefängnis mißbraucht hat und die Rundum-Ablehnung wohl doch noch überdenkenswert ist ;)

Wer gerne Einblick ins Züchterdasein sowie authentische Ratschläge zur Welpenaufzucht im Alltag haben möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Der eher flapsigen Schreibstil ist sicher nicht jedermanns Sache, aber da gehen die Geschmäcker ja auseinander ;)

 

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Moderne Tierquälerei….

… treffen wir leider immer häufiger an. Ich muss gestehen, mir ist so gerade gar nicht österlich, im Gegenteil – ich werde immer wütender und frustrierter.

Positive Hundeerziehung ist ja voll im Trend – toll! Wir wurden schon vor über 20 Jahren dafür belächelt – inzwischen ist sie weit verbreitet (wenn auch nicht überall – leider). Aber das ist gar nicht mein Thema heute.. vielmehr dass das löbliche Bestreben, seinem Hund keine Schmerzen oder Stress zufügen zu wollen, die kuriosesten und leider auch in einigen Fällen tierschutzrelevante Situationen/Lebensbedingungen hervorbringt.

Einem Hund keine ordentlichen Sachen zum Kauen zu gönnen "weils so stinkt" - auch eine Form der modernen Tierquälerei!

Einem Hund keine ordentlichen Sachen zum Kauen zu gönnen “weils so stinkt” – auch eine Form der modernen Tierquälerei!

Einige Beispiele:

  • Der Hund (sehr, sehr häufig ein Kleinhund) kommt aus nicht optimaler Aufzucht und ist etwas oder sehr ängstlich. Eine – zugegebenermaßen in diesem Fall doch zeitaufwändige Umweltsozialisierung wird ihm verwehrt. “Er/sie mag halt nicht in die Stadt/unter Leute/zu anderen Hunden”. Damit ist das Thema für den Besitzer erledigt – schließlich mag der Kleine das nicht und da will man ihm das nicht zumuten – schließlich ist man/frau ja tierlieb!!!Die Folge? Der Hund verbringt sein komplettes Leben in Angst und Stress – teilweise zum überwiegenden Teil in der Tragetasche.Hin und wieder kommt so ein armes Mäuschen in unsere (Kleinhunde)Spielstunde und sitzt dann zitternd zwischen den Beinen. Natürlich werden solche Hunde erst einmal geschützt und dürfen nur gucken. Wir reden und erklären mit Engelszungen, dass es sehr sinnvoll wäre, nun regelmäßig zu kommen, evtl. auch ein paar Stunden zu nehmen, damit wir an der Angstproblematik des Hundes arbeiten können usw.  Uns geht es gar nicht um die paar Unterrichtsstunden, die wir verkaufen können (wir haben echt genug zu tun), sondern um den armen Hund, der vielleicht etwas weniger Angst haben könnte.In den seltensten Fällen kommen diese Hunde jedoch öfter.. weil…. “er mag das halt nicht”.
  • Ein Welpe will spielen, rennen und die Welt erkunden – Stillhalten und mal Langeweile ertragen gehören nicht wirklich zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Sitz und Platz? “da hat er keine Lust zu”. Also übt man diese ungeliebten Übungen nicht oder nur sehr wenig. Schließlich “mag er das nicht” und man liebt seinen Hund ja, oder? “Der muss ja nicht so dressiert werden”. Die Folge? Der junge Hund wird immer ungestümer und wilder, kaum zu  bändigen. Restaurantbesuche oder auch nur ein Schwätzchen mit der Nachbarin sind irgendwann kaum noch möglich ohne sich in Grund und Boden zu blamieren. An der Leine zieht er wie verrückt und bellt alles an. Also bleibt der Hund zu irgendwann immer mehr zu Hause und verbringt sein Dasein in endloser Langeweile in der Wohnung oder im Garten.
  • Krankheiten ignorieren – das kommt tatsächlich vor. Alleine wir in unserer Hundeschule hatten in den letzten Monaten gleich zweimal diesen Fall: Ich treffe eine ehemalige Kundin, der Hund ist etwa 4 oder 5 Jahre alt und mich trifft fast der Schlag: Der Hund wirkt uralt, zeigt ein deutliches Schmerzgesicht, hat stumpfes Fell und trottet teilnahmslos hinter seiner Besitzerin her. Ich frage entsetzt, was er denn hat und ernte ein verständnisloses “Wer? Wieso?”. Ich weise auf das Fell und meinen Gesamteindruck des Hundes hin und werde (schon leicht empört) zurechtgewiesen. Fido geht es gut und überhaupt solle ich den sonst mal sehen, wenn er dem Ball hinterherrennt oder seinen Kumpel trifft. Ich insistiere und erreiche … nichts. Im Gegenteil, die Hundebesitzerin ist nun endgültig gekränkt und verabschiedet sich.Der nächste Fall betrifft den Welpen, der – evtl. sogar von einem hochdekorierten Züchter  oder auch vom Händler, das ist eigentlich egal – ebenfalls einen schlechten Gesamteindruck macht. In der Regel werden unsere Hinweise und die Bitte, den Hund doch einmal beim Tierarzt vorzustellen, komplett ignoriert oder ebenfalls ärgerlich als Einmischung aufgefasst. Fast immer folgt dann jedoch die Infektion/Durchfall/Hauterkrankung auf dem Fuß, so dass der Hund dann doch noch beim Tierarzt landet.
    Noch schwieriger wird es für uns, wenn der Hund erst einmal einen guten Gesamteindruck macht, aber man leider schon am Gangbild sieht, dass die Gelenkprobleme vorprogrammiert sind. In den seltensten Fällen gelingt es uns, den Besitzer davon zu überzeugen, frühzeitig diagnostizieren zu lassen und mit Physio, entsprechendem Futter etc. zu beginnen.
    Ich bin nun wirklich nicht gerne die Kassandra, aber den Boten für die schlechte Nachricht zu köpfen, war schon immer schlechter Stil, wenn es auch offensichtlich Tradition hat ;(
  • Keine Zeit – Es geht los mit keine Zeit für die Auswahl einer geeigneten Rasse (“So einen hab ich gesehen, der sieht toll aus!”) haben, gefolgt von keine Zeit für die Züchterauswahl (“Ich fahr doch nicht so weit, kennen Sie nichts näheres?”), keine Zeit für die Umweltsozialisierung, keine Zeit für Auslauf und Beschäftigung, keine Zeit für Erziehung, keine Zeit für rassespezifische Auslastung. Den hochgezüchteten Arbeitshund haben wollen (weil er so toll aussieht und so exotisch ist) und erwarten, dass dieser 7 Stunden alleine zu Hause sitzt und nichts anstellt dabei usw…. Die Liste könnte ich endlos fortsetzen.
    Neu ist der Anspruch, dass man schließlich die teure Hundeschule bezahlt hat und nun einen guterzogenen Hund erwartet. Schließlich hat man 3x! Sitz geübt, warum kann er das immer noch nicht? Und immer noch mit Leckerchen, können wir damit nicht mal aufhören? Üben ist sowieso total out – im Fernsehen klappt das ja auch nach fünf Minuten!
  • Eine andere Variante ist der Erziehungsstil, der eigentlich keiner ist, weil auf gar keinen Fall auch nur irgendetwas verboten/versagt werden darf. “Da hat er Stress!” Direkt gefolgt von “Um Gottes willen, bloss kein Halsband!”  Ehrlich gesagt, sehe ich mehr Hunde mit kneifenden, einschnürenden oder schlackernden Brustgeschirren als mit Genickbrüchen….  Nichts gegen ein gut sitzendes Brustgeschirr – aber leider sieht man das sehr selten. Die Mühe, sich damit zu befassen und ein Geschirr zu suchen, dass dem jeweiligen Hund gut sitzt und gut angepasst ist, ist anscheinend schon wieder zu viel. Gegen Halsbänder zu wettern ist da einfacher, oder?Aber das nur am Rande… Wenn der Hund immer alles darf und allem Unangenehmen aus dem Weg gegangen wird, dann bleibt auch das oft nur übrig – einsame Spaziergänge, kein Sozialkontakt mehr für den Hund (und oft auch für den Besitzer) und ein Leben an der Flexileine – der moderne Kettenhund. Passend dazu gibt es dann Literatur, die behauptet, der Hund brauche 2 Tage, um sich von den Aufregungen und Eindrücken eines Spazierganges zu erholen. Ich Tierquälerin hingegen gehe gleich mehrfach am Tag spazieren…. tsts…Ein Leben in Watte gepackt – ohne die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Hunden – ohne Neues Kennenzulernen und zu Lernen überhaupt – ist das tierschutzgerecht?
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Neues Zuhause gesucht!

Folgender Hilferuf hat uns erreicht:

Edda sucht dringend ein liebevolles, neues Zuhause.

Edda 1_DxO Edda 4_DxO Edda 7_DxO

Eddas Herrchen ist leider verstorben, daher benötigt sie ein neues Heim. Sie ist ein reinrassiger, norwegischer Lundehund, wird im Februar 6 Jahre alt, ist 33 cm (Widerrist) hoch, wiegt  zur Zeit 7,5 kg und ist kastriert. Sie ist ein liebebedürftiger, sehr anhänglicher,  sehr verschmuster, sehr verspielter, schüchterner und etwas ängstlicher Hund. Hat man ihr Vertrauen, so folgt sie einem überall hin.

Edda hat auch einige Besonderheiten: sie darf als norwegischer Lundehund kein Säugetierfleisch fressen, nur Geflügel und Fisch ist erlaubt (Mittlerweile gibt es im Handel gute Trocken und Feuchtfutter, die dieses besondere Bedürfnis stillen). Außerdem hat sie an jeder Pfote mehr Zehen als andere Hunde, die Krallen dieser Zehen müssen regelmäßig geschnitten werden.

Leider hat Edda keine Ausbildung und kann auch keine grundlegenden Kommandos, sie hört ganz gut auf ihren Namen, alles weitere muss erst konditioniert und trainiert werden. Da Edda sehr verfressen ist, kann man ihr mit Leckerchen bestimmt einiges beibringen, allerdings hat sie auch einen etwas nordischen Sturkopf, dem man mit liebevoller Konsequenz entgegentreten muss. Außerdem muss sie an der Leine geführt werden. Da ihr Herrchen nicht mehr in der Lage war ihr regelmäßig Ausflüge an der frischen Luft zu geben, ist sie leider nicht ganz stubenrein und auch etwas übergewichtig. Es gilt Muskeln auf und Fett abzubauen.

Edda hat nicht gelernt alleine zu bleiben, doch sie hat schon große Fortschritte gemacht, 2 Stunden gehen schon gut. Aber auch das muss weiter geübt werden.

Sie sucht ein liebevolles Zuhause mit Verständnis für ihre kleinen Eigenheiten. Zur Zeit wird sie schon auf ein anderes, als ihr gewohntes, Leben vorbereitet und sie lernt gut. Auch die Stubenreinheit hat schon Fortschritte gemacht, da muss man einfach dran bleiben.

Bei Fragen zu dieser seltenen Rasse und Edda wenden Sie sich bitte an: www.lundehund-trollfjord.de und 06026-9862320 oder 01523-4332713

Sollten nach der Vermittlung Fragen entstehen, so werden wir ihnen gerne beratend zu Seite stehen.

Edda kann leider nicht bei uns bleiben, da eine Hündin aus unserem bestehenden Rudel (drei Hunde) Edda nicht duldet.

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Mantrailing-Workshop in der Hundeschule Aschaffenburg

Am 23. und 24.01.2013 haben wir Nina Schirwath und Rüdiger Orth von www.finderwille.de zu einem Workshop Mantrailing nach Aschaffenburg eingeladen.

Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, knapp unter 0 Grad und windstill waren gut auszuhalten, da man beim Mantrailing ja doch viel läuft.

Unser Trupp war bunt gemischt, einige Neulinge sowie mehrere Hunde, die seit ca. einem Jahr trailen.

In diesem Video hatte Bran mit dem Herausfinden aus einem Geruchspool am Parkplatz überhaupt keine Probleme. Schön (falsch) meine Körpersprache übrigens: Ich kenne diese Stelle – der Weg führt geradeaus und nach links. Da ich nicht wußte, wo die versteckte Person ist, war ich natürlich der Meinung, dass es keinesfalls nach rechts gehen kann (Bahndamm) und lief schon schön mit Linksdrall… Bran hat sich jedoch nicht beirren lassen und hat das “Opfer” zielstrebig gefunden.

Für diese hatten Nina und Rüdiger einige neue Herausforderungen parat: Herausfinden aus dem Geruchspool der Gruppe, zum ersten Mal im Einkaufszentrum sowie für Bran und Rudi 16 Stunden alte Trails. Das war wirklich spannend und die beiden durften auch ganz schön ackern. Für Bran gabs dann kurz vorm Ziel noch fiese Ablenkung durch die Markierungen einer läufigen Hündin (es war Blut in der Pipistelle zu sehen). Er konnte sich aber losreißen und hat tapfer weitergearbeitet.

Leider haben wir nicht allzu viele Fotos gemacht, ein paar gibt es aber doch:

Belohnungsspiel für Bran

Belohnungsspiel für Bran

Meine Aussicht als "Opfer" im Versteck

Meine Aussicht als “Opfer” im Versteck

Nachbesprechung

Nachbesprechung

Rudi und Angelika: Müde und stolz

Rudi und Angelika: Müde und stolz

Zum ersten Mal im Einkaufszentrum

Zum ersten Mal im Einkaufszentrum

Freude nach dem Bewältigen des 16-Stunden-Trails

Freude nach dem Bewältigen des 16-Stunden-Trails

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Frisch gelesen: Ich fand alles!

Der Verlag schreibt:

Dies ist die unglaubliche Geschichte von Erna. Die quirlige Hündin mit ihrer ausgesprochen sensiblen und hervorragend trainierten Supernase schaffte es zu Ruhm und Ehren, weil sie alle gleichermaßen verblüffte: den Bundeskanzler ebenso wie ein ganzes Herr von Polizisten, Richtern und Spitzbuben. Den einen so. Den anderen so.
Der Autor, ein langjähriger Polizeihundeführer und ausgewiesener Hundeexperte, schildert seinen früheren Alltag mit der Superspürnasenhündin und gibt begleitend Antworten auf Fragen, die sich aus seinen Erzählungen ergeben. Die frei erzählte Geschichte beruht in ihrer Substanz auf wahre Geschehnisse und Begebenheiten.
Das Buch der Dackeldame Erna – das Erna-Buch sozusagen – wendet sich an alle Hundeliebhaber, die schon immer einmal wissen wollten, wie ein Hund zu einem echten Experten wird. Norbert Katins erzählt die Geschichte auf einfache Weise, und spricht somit junge Leser ebenso an wie auch erwachsene. Über die Erzählperspektive des immer wieder verstoßenen Vierbeiners, der in seinem Leben alle Sonnen- und Schattenseiten des ganz normalen Hundedaseins kennen lernte, weckt er Verständnis für eine Vielzahl hundetypischer Verhaltensweisen. Als ausgewiesener Kenner des Metiers erläutert der Autor zudem viele Fragen durch sachbezogene Fachkommentare.

Unsere Meinung: Ein wirklich nettes Buch – toll erzählt und es hat wirklich Spaß gemacht, es zu lesen – obwohl ich eigentlich Bücher, die aus Hundesicht geschrieben sind, nicht wirklich mag.

Aber für Erna gibts ne Kaufempfehlung :)  Wenn ich auch Erna anhand der Bilder nun wirklich nicht als Dackel einsortieren würde…

In unserem Hundebüchershop zu finden unter Lustiges und Geschenkideen

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