Die Töchter des Maharadschas….

… war mein Motto für die Teilnahme am Kostümwettbewerb des ACI e. V. am 13.05.2012 in Geiselwind.

Die Idee für diesen Trick hatte ich schon vor Jahren, aber erst jetzt hatte ich die passenden Hunde dazu :)

Da wir uns erst recht spät (zwei Wochen vor dem Start) zur Teilnahme entschlossen haben, eilte es etwas, um das Kostüm fertigzustellen und die Hunde vorzubereiten. Täglich haben wir etwa 10-15 Minuten geübt plus Kostümänderungen und -anproben. Hier ein riesengroßes Dankeschön an Michaela und Iris für ihre Unterstützung!

Hier in Kurzfassung unser Trainingsplan für die Chihuahuas:

  1. Holly und Mhaira wurden in eine Box/Schachtel geklickert (Schachtel steht auf dem Boden)
  2. Stillsitzen in der Box wird ausgedehnt
  3. Stillsitzen in der Box, dabei wird die Box leicht angehoben und von Trainingseinheit zu Trainingseinheit mehr bewegt und geschaukelt
  4. Ein Trainingshütchen aus Papier wird aufgesetzt und immer länger geduldet
  5. Die vorbereiteten Packtaschen werden auf den Boden gestellt und beide Mädels gleichzeitig darin bestärkt.
  6. Packtaschen samt Chis werden hochgehoben und geschaukelt
  7. Alles samt Hütchen

Brans Trainingsplan:

  1. Packtaschen anziehen und sich damit bewegen
  2. Packtaschen samt Kartons darin anziehen und sich bewegen – durch die Kartons verbreitert sich der Umfang enorm und er sieht den Rand aus dem Augenwinkel (“Huch! Da läuft mir was hinterher!”)
  3. Haltigewöhnung (das ging leicht, weil er ja schon an den Maulkorb gewöhnt war)
  4. Lernen, sich mit den Packtaschen am Halti dirigieren zu lassen und langsam zu bewegen
  5. Nicht erschrecken, wenn die Packtaschen irgendwo anstoßen
  6. Anproben mit Kostüm (erst alles einzeln, dann zusammen): Halti plus Maulkorb (am Maulkorb war der Rüssel und die Stoßzähne befestigt), Jacke (für die Vorderbeine), Hose (fürs Hinterteil), Packtaschen drüber, Mütze mit Ohren
  7. Nicht von alleine Hinsetzen oder Hinlegen wenn alles an ist

Nachdem das alles geschafft war, kam das Üben für alle gemeinsam hinzu:

  1. Bran mit Packtaschen – Mädels hineinsetzen. Alle mußten jetzt lernen, dass es die Leckerchen reihum gibt.  Stillstehen und Stillsitzen.
  2. Alles plus leichte Bewegung.
  3. Alles mit mehr Bewegung – die Packtaschen schaukeln, wenn Bran sich dreht oder läuft. Während dieser ersten Phase lief immer jemand direkt hinter den Chis, um sie aufzufangen, falls eine stürzt oder Bran sich zu schnell bewegen sollte.
  4. Teilweise Kostüme an – Stillhalten und Bewegung
  5. Alle Kostüme an
  6. Das letzte schöne Tuch und die Schleier wurden erst zwei Tage vor der Ausstellung fertig, also das nochmal schnell mit eingeübt

Die Ohren an Brans Kostüm wollten einfach nicht richtig stehen und wir haben auf die Schnelle keine Lösung gefunden. Also mußte Bran lernen, dass es nicht schlimm ist, wenn ihm die Ohren nach vorne klappen und er nichts mehr sieht – aber das war kein Problem. Dieser Hund ist dermaßen geduldig und gelassen – es war wirklich nicht schwierig, das alles mit ihm zu üben.

Auf der Austellung war natürlich ein Riesentrubel – Leute, Hunde, Reporter usw. Aber alle drei waren absolut gelassen und brav. Dabei mußten sie insgesamt fast zwei Stunden im Kostüm ausharren, bis alles vorbei war. Dazu kam, dass der Weg auf die Bühne über etliche Stufen ging und das hatten wir nicht geübt! Aber es klappte alles hervorragend und wir haben den 2. Platz gewonnen :)

Das hier war übrigens der erste Platz – ein Hundeklo:

Hier noch ein paar Fotos dazu:

Hier noch ein Bericht aus der Main-Post mit noch mehr Bildern.

Die Hunde waren nach dem ganzen Trubel (vormittags waren alle drei außerdem noch in der Ausstellung gestartet) rechtschaffen müde, so dass ich trotz zweifacher Qualifikation (mit allen!) nur einmal im Ehrenring gestartet bin. Bran hat dabei eben noch die Jugendklasse der Hunde über 45 cm gewonnen.

Abends gab es dann den wohlverdienten Knochen im gewonnenen Körbchen:

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Veranstaltungstipp für kommenden Sonntag – Fans gesucht!

Am kommenden Sonntag findet in Geiselwind wieder eine große Ausstellung des ACI e. V. statt:

ACI e.V. & CAR e.V. laden ein zu den Internationalen
CACIB-Tandemschauen am 13. Mai 2012: All Stars Dog
Show & Bundessiegerschau 2012
Diesjähriges Showhighlight: Hundekostümwettbewerb mit hohem
Preisgeld
Geiselwind, Mai 2012 – Zum Muttertag laden der Rassehundverband ACI e.V.
sowie der angeschlossene Verein CAR e.V. Hundebesitzer und –freunde zu den
CACIB-Tandemschauen nach Geiselwind ein. Das spannende Ereignis für Hund und
Familie vereint Hundeschau, Dog-Entertainment, Messemeile, Wettbewerbe in
diversen Kategorien und vieles mehr. Als Hund-Mensch-Team im Kostümwettbewerb
glänzen und ein sattes Preisgeld gewinnen, mit dem Familienhund einen
Intelligenztest machen, seltene Hunderassen kennen lernen … das beschäftigt die
lieben Kleinen und darf Mutti entspannen bei einem Kaffeekränzchen.
Wo?
Eventhalle Strohofer
Scheinfelderstr. 15-23
96160 Geiselwind
Hundekostümwettbewerb unter dem Motto „ Hund und Mensch im Team“
Gegen 14 Uhr findet ein Hundekostümwettbewerb statt. Welches Hund-Halter-Team
ist am originellsten? Ein ausgefallenes Thema darf dabei selbstverständlich nicht
fehlen. Als Hauptgewinn gibt es 1000 € in bar, weitere attraktive Preise winken. Eine
hochkarätige Jury prämiert die Kategorien „Bestkostümiertes Team“,
„Bestverkleideter Hund“ und „Am lustigsten kostümierter Mensch“. Teilnehmen kann
jeder Besucher, der Eintritt ist für verkleidete Hund-Halter-Teams kostenlos.
Interessenten sollen sich möglichst vorab beim Verein anmelden. Neben den tollen
Kostümierungen von Hund und Mensch steht natürlich der Spaß an der Sache im
Mittelpunkt.

Bran, Mhaira, Holly und ich werden am Kostümwettbewerb teilnehmen! Hier mal ein Vorbereitungsfoto (mehr Fotos gibts danach!):
Und nein, wir gehen nicht als Postbote!!!

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Mhairas Pflegetrieb…

Hunde sind schon erstaunlich…. Mhaira und unser alter Schäferhund Zeppo waren ja die dicksten Freunde. Besonders gerne putzte Mhaira ihrem Onkel Zeppo die Zähne und Augen, wie hier zu sehen ist:

Seit Zeppo nicht mehr da ist, versucht Mhaira ihren neuen Schäferhundfreund Bran dazu zu bewegen, sich ebenfalls von ihr pflegen zu lassen. Seit Monaten ist sie mit der Erziehung von Bran beschäftigt. Leider sah es in der Vergangenheit immer so aus:

Bran liegt und Mhaira nähert sich ihm. Sobald sie ihn freundlich irgendwo an den Lippen oder an den Augen berührt, freut sich Bran unbeheuer und knutscht Mhaira hingebungsvoll (was bedeutet, dass er mit der Zunge über ihren ganzen Kopf schlappt). Mhaira findet das nicht ganz so toll und motzt ihn an, woraufhin Bran artig stillhält. Sobald sich Mhaira aber wieder seiner Schnauze nähert, ist Bran begeistert und küßt sie wieder…

Doch nun scheint es, als ob Mhaira ihrem Ziel ein kleines Stück näher gekommen ist:

Es ist natürlich noch nicht so, wie Mhaira es gerne hätte, aber wenn ich mir anschaue, mit welcher Hartnäckigkeit, sie ihr Ziel verfolgt, wird das wohl auch noch schaffen :)

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Seminar Kognition des Haushundes

21./22. Juli 2012 in Alsfeld/Hessen

Kognition des Haushundes: Der Begriff Kognition umfasst die Mechanismen mit denen Mensch und Tier Informationen aus der Umwelt sammeln, verarbeiten und auf diese reagieren.

Diese beinhalten Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Entscheidungsprozesse sowohl der physikalischen Kognition (wie nehme ich meine Umwelt wahr) und der sozialen Kognition (Beziehungen, Soziales Lernen, Kooperation etc.)

  • Kognitionsforschung mit Hunden / Einteilung soziale und physikalische Kognition / Einführung in wissenschaftliches Arbeiten / Theorie (Erstellen von Studien, Auswertung und Interpretation von Daten)
  • Überblick über Physikalische Kognition des Hundes
    Beispiele der Themen: Problemlösen im Raum, Objektbeständigkeit, Logisches Folgern, Mittel-Zweck-Verbindung, Numerisches Verständnis, Verständnis von physikalischen Gesetzen etc.
  • Nutzen und Anwendung von Ergebnissen der Studien über physikalische Kognition für das Hundetraining / die Hundeausbildung
  • Überblick über soziale Kognition des Hundes
    Beispiele der Themen: Folgen von Gesten , Blicken des Menschen , Soziales Lernen, Kooperation, Anzeigeverhalten, Perspektiveinnahme etc.
  • Studienbeispiel(e) mit den eigenen Hunden in die Praxis umsetzen (Datenaufnahme) und anschließende Interpretation der Daten
  • Nutzen und Anwendung von Ergebnissen der Studien über soziale Kognition für das Hundetraining / die Hundeausbildung

Die Referentin, Dr. Linda Scheider, ist Biologin und arbeitet seit 2005 am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (MPI EVA) in Leipzig. Hier erforscht sie in einer Arbeitsgruppe der Vergleichenden und Entwicklungspsychologie die kognitiven Fähigkeiten von Haushunden. Ihr Studium absolvierte sie in Mainz (Grundstudium) und in Berlin (Hauptstudium) und beendete es mit einer Diplomarbeit in Leipzig am MPI EVA zum Thema „Non-verbale Kommunikation zwischen Mensch und Hund“. In ihrer Doktorarbeit , welche sie auch am MPI EVA anfertigte, vertiefte sie dieses Thema noch einmal.

Seminargebühren:
Für IG Mitglieder: kostenfrei
Angestellte/Angehörige IG: 50,00 €
Fördermitglieder: 128,00 €
Externe Teilnehmer: 195,00 €
Die Seminargebühren verstehen sich ohne Unterkunft und Verpflegung.

Seminarort:
Hotel zur Schmiede
Ziegenhainer Str. 26
36304 Alsfeld
Tel: +49 (6631) 793830
Fax: +49 (6631) 7938360
Info@Zur-Schmiede.de

Anmeldung über die Geschäftsstelle der IG Hundeschulen e. V. Den Anmeldevordruck und die Ausschreibung können Sie hier herunterladen (PDF-Datei).

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Funddackel Granny

Am 7.4. wartete eine alte Dackeldame über vier Stunden vergeblich auf ihre Besitzer – angebunden vor einem großen Supermarkt bemerkte man erst spät, dass die kleine Oma offensichtlich nicht mehr abgeholt wurde.

Link zum Main-Echo-Artikel dazu.

Schließlich kam sie ins Tierheim Aschaffenburg. Als sich nach einigen Tagen und trotz des großen Artikels in der Tageszeitung niemand meldete, durfte Granny zu uns in Pflege kommen.

Sie ist geschätzte 15 Jahre alt, hat Tumore an der Milchleiste, einen steifen Rücken, ein vergrößertes Herz und ist fast taub. Sehen klappt allerdings noch recht gut.

Seit einer knappen Woche lebt sie nun bei uns mit unserem Chihuahuarudel und Bran, dem mittlerweile fast 10 Monate alten Schäferhund. Was soll ich sagen? Es klappt erstaunlich gut!

Granny wird jeden Tag fitter – hat ein unglaublich fröhliches Wesen und sich nun eng an uns (besonders an meinen Mann) angeschlossen. Mit anderen Hunden kommt sie generell sehr gut aus und meine Chi-Damen-Trio ist ungewöhlich nett zu ihr – normalerweise stehen sie nicht so auf fremden Damenbesuch :) Granny darf ohne Gemurre der anderen mit aufs Sofa und ist bei allen Aktivitäten mitten bei.

Sie bekommt einen Berg Tabletten täglich (Leber, Nieren, Herz, Schilddrüse) und wird von Tag zu Tag fitter. Heute früh mußten wir ihr beim Spaziergang schon hinterherrennen, weil sie der Meinung war, schon mal vorauszulaufen….

Es ist absolut faszinierend zu beobachten, wie ein so alter Hund sich jeden Tag ein bißchen mehr an sein neues Leben und unseren Tagesablauf anpasst. Sie schafft problemlos ein paar Treppenstufen – hochspringen und begrüßen geht hervorragend – lautstark Frühstücksanteil am Esstisch einfordern auch ;)

Natürlich erfordert so ein alter Hund Rücksichtnahme und ein besonderes Augenmerk. Kleinere Spaziergänge gehen noch gut, auf die großen Runden kann sie natürlich nicht mehr mit oder muß getragen werden (vielleicht sollte ich mir doch einen Buggy anschaffen….).

Falls jemand Granny kennt, wäre es schön, wenn dieser sich meldet – dass sie schmerzhaft vermisst wird, ist eher nicht anzunehmen, da sich ja niemand im Tierheim gemeldet hat. Es muß daher davon ausgegangen werden, dass sie ausgesetzt wurde und das ist eine “Ordnungswidrigkeit”, die durchaus bestraft werden kann.

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Ich lese gerade… Mantrailing von Schweda/Nestler

Der Verlag schreibt:

Mantrailing kann man nicht neu erfinden, die Art und Weise ein gutes Team aufzubauen schon. Frei nach dem Motto: „Wenn es am Anfang fehlt, ist das Ende nicht zu erreichen“, ist erfolgreiches Mantrailing zu 90% Basisarbeit.

Aufgebaut auf dem Kow-how international erfahrener Einsatzteams, zeigt der Hofer Profitrainer Armin Schweda einen völlig neuen Ansatz für die Suche nach Individualgeruch. Provokant und unterhaltsam bringt er Dinge zur Sprache, die im kommerziellen Bereich gerne vergessen, übersehen oder absichtlich ausgeblendet werden und beantwortet viele Ihrer Fragen, egal, auf welchem Level Sie trainieren. Geruchspool, Leinenlänge, Trailalter? Uninteressant, solange dringendere Punkte nicht geklärt sind: Wie ist mein Hund veranlagt? Stöbert er nach Geruch oder arbeitet er dem Geruch folgend? Konzentriert er sich oder lenkt ihn jede Katze ab? Wer führt, Auge oder Nase? Neben dem Legen einer soliden Basis und der Auseinandersetzung mit verschiedenen Geruchstheorien wird der methodische Aufbau eines Mantrailers von den Anfängen bis zum fertig ausgebildeten, einsatzfähigen Hund gezeigt – neuartig, verständlich und professionell bewährt.
Ob Galileo« oder »Kripo live« – Armin Schweda hat gemeinsam mit seinem Bloodhound JoJo die Herzen der Fernsehzuschauer erobert. Überzeugen Sie sich selbst.

Unsere Meinung:

Wir selbst haben natürlich keine Erfahrung mit der Ausbildung von einsatzfähigen Mantrailern, aber sehr wohl davon, wie Hunde lernen und können nur sagen: Ein hervorragendes Buch! Methodisch und didaktisch einwandfrei, schlüssig und nachvollziehbar.

Armin Schweda arbeitet ehrenamtlich und nimmt kein Blatt vor den Mund. Was ihn (und das Autorenteam natürlich) dabei wohltuend von vielen anderen abhebt: Man spürt die Professionalität in jedem Wort ohne die in der Hundetrainerszene so häufig anzutreffende Selbstbeweihräucherung! Seine Kritik an anderen Vorgehensweisen bleibt jederzeit sachlich. Über andere meckern ist leider üblich geworden – was jedoch bei den meisten dann fehlt, ist die Begründung der Kritik und der Hinweis, wie man es besser machen könnte.

Hinzu kommt die Formulierkunst gepaart mit der Sachkenntnis von Astrid = super angenehm zu lesen!

Auch für Hobbytrailer wie wir ist das Buch eine wertvolle Bereicherung für unsere Arbeit und unser Verständnis des Trailens.

Hier gehts zu einigen Videos.

Ab sofort erhältlich bei uns im Pfotentreff oder im Onlineshop der Hundeschule Aschaffenburg.

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Hundetrainerausbildung in der Hundeschule Aschaffenburg

Bis vor einigen Jahren haben wir noch regelmäßige Wochenendseminare als Fortbildung für (angehende) Hundetrainer angeboten. Doch nach vielen, vielen Seminaren wuchs unsere Unzufriedenheit….

Für viele Teilnehmer waren die Seminare genau richtig – doch für einige, die noch am Anfang standen, konnte viele Basics nur angeschnitten werden, während sich die fortgeschritteneren Teilnehmer langweilten.

Uns selbst ging es ja genau so bei Seminarbesuchen: Wir haben schon unzählige Seminare besucht und viel gelernt. Viele Seminare waren sehr, sehr voll und eher als Vortrag, denn als Seminar zu sehen.  Mit zunehmendem Wissen und geschärfter Beobachtungsgabe werden Seminare immer unbefriedigender.  Zwangsläufig kann der Referent nicht in die Tiefe gehen, viele Detailfragen müssen unbeantwortet bleiben (schon aus Zeitgründen) und die Praxisanteile sind i.d.R. gestellt, .d.h. vorbereitet. Das ist in vielen Bereichen kein Problem, aber wenn es komplizierter wird, sinnlos. Gerade die schwerwiegenderen Probleme sind natürlich nicht in einem Wochenende zu lösen, so dass man auf einem Seminar nur Ausschnitte zeigen kann.  Viele Seminare, die wir selbst in den letzten Jahren besucht haben, waren leider nur verschwendete Zeit (und Geld!).

Schließlich haben wir uns ein Herz gefasst und das gesamte Konzept für (angehende) TrainerkollegInnen umgestellt: Sowohl die Weiterbildung als auch die komplette Ausbildung bieten wir seit einigen Jahren fast ausschließlich im Einzelunterricht bzw. in Kleinstgruppen mit max. 3 Teilnehmern an.

Gerade war wieder eine Kollegin zur zweiwöchigen Intensivfortbildung da – viele unserer Kunden kennen das: Der/die PraktikantIn läuft als Schatten im Unterricht mit, beobachtet und lauscht eifrig.  Doch wie sieht es “hinter den Kulissen” aus? Sowohl in der Fortbildung als auch in der Ausbildung gliedert sich der Tag in verschiedene Teile:

Einige Stunden (3-5 i.d.R) marschiert der Azubi bei tatsächlichem Unterricht mit. “Richtige” Kunden mit ganz normalen Hunden und realen Anliegen/Problemen. Hier wird nichts gestellt und natürlich nicht (wie für ein organisiertes Seminar problemlos möglich), der Vorzeigekunde ausgepackt.  Die Unterrichtsstunden werden vor- und nachbesprochen – Vorgeschichte des Mensch-Hund-Teams, Problemstellung und Lösungsansätze, warum wurde in dieser Stunde was und wie gemacht. Nun kann der Azubi all seine Fragen dazu loswerden.

Daneben finden täglich noch mehrere Stunden an Theorie- und Praxisunterricht statt. Da selten mehr als zwei Azubis gleichzeitig da sind (3 ist unsere Obergrenze), wird der Inhalt dieser Stunden auf das Wissen und die Wünsche der Teilnehmer ausgerichtet. Wir legen Wert auf eine individuelle Ausbildung (beim Mensch und beim Hund) und lehnen Massenveranstaltungen ab. Ob Lerntheorie oder das Anlegen eines Maulkorbes bei einem knurrenden Tierheimhund – die gesamte Bandbreite unseres Wissens und unserer Möglichkeiten kann so von uns in Ruhe und so ausführlich wie nötig vermittelt werden.

Filmaufnahmen beim Trainieren mit dem eigenen oder fremden Hunden sowie schließlich erstes Unterrichten am Kunden (an dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke, an all unsere Kunden, die sich immer wieder bereitwillig dafür zu Verfügung stellen) mit ausführlicher Nachbesprechung runden die Ausbildung ab.

Das ist für alle Seiten wesentlich befriedigender – alle “Ja-aber!” – Fragen können beantwortet werden :)   Neben der intensiven Ausbildung hat diese Form des Unterrichts aber auch für uns Trainerinnen (und damit wieder für unsere Kunden) einen entscheidenen Vorteil. Wir werden selbst beobachtet und hinterfragt! Dies zwingt uns, stets reflektiert und achtsam zu unterrichten und verhindert schon seit Jahren zuverlässig, dass wir in einen Alltagstrott fallen.

Wir verkaufen nicht “die Katze im Sack” – vor der Ausbildung steht der Kennenlernblock – zwei Tage Minifortbildung, damit jeder sich ein reales Bild von unserem Angebot machen kann – Papier bzw. der Bildschirm ist ja bekanntlich geduldig…

Link zu unseren Aus- und Fortbildungsangeboten.

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Da war er wieder…. der ängstliche Zwerghund

Seit einigen Jahren schlägt unser Herz für Zwerghunde und fast alle Trainerinnen der Hundeschule Aschaffenburg haben einen oder mehrere Mäuse im eigenen Rudel.

Um so mehr blutet mir das Herz, wenn wieder einmal ein ängstlicher, zitternder Kleinhund bei uns im Laden erscheint.

Meist wird er getragen (mit und ohne Tasche – versteht mich nicht falsch, meine Zwerge werden auch oft getragen, wenn die Situation es erfordert – das Betreten eines meist ruhigen Fachgeschäftes gehört allerdings nicht dazu) mit Angst vor allem: Fremder Umgebung, fremde Menschen und natürlich fremde Hunde.

Auf meine Frage hin stammt das Hündchen meist aus nicht so guter Quelle und hat danach einfach nichts erfahren und gelernt. Fast ausschließlich im Haus gehalten, so gut wie keine Hundekontakte und Umweltsozialisierung nur auf dem Arm.

Heraus kommt ein kleines zitterndes Mäuschen, das seine Umwelt nur als bedrohlich und furchteinflößend wahrnimmt. Die Mäntelchenanprobe mutiert zum Streßerlebnis hoch zehn – von Hundebegegnungen ganz zu schweigen. Mein Vorschlag, mit dem Zwerg doch unsere Kleinhundespielstunden zu besuchen, werden fast nie angenommen. “Er hat eigentlich nie Kontakt zu anderen Hunden” – als ob das eine Begründung wäre…. oder “Sie hat halt Angst” – als ob das gottgegeben sei…

Selbst natürliche Kauartikel dürfen viele gar nicht bekommen – die stinken ja!

Dabei kann man auch einen 2,5kg Hund mit einem Ziemer glücklich machen:

Aber natürlich sind nicht alle Kleinhundebesitzer so! Unsere Spielstunden für die Zwerge sind gut besucht und es ist eine Freude, den Zwergen beim Flitzen zuzusehen.

Und auch ängstliche Zwerge können mit der Zeit die Hundesprache lernen und wieder Spaß haben – wenn der Mensch nur will und ihnen die Gelegenheit dazu gibt.

Wer schauen will – Kleinhundespielstunde in der Hundeschule Aschaffenburg. Am 21.03.2012 letztmalig indoor, ab 28.03.2012 jeden Mittwoch um 17.30 Uhr auf unserem Unterrichtsgelände in Aschaffenburg-Nilkheim (hinter dem Tierheim).

Anti-Angst-Therapie: Jederzeit nach individueller Terminvereinbarung.

 

 

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“Welpenschule” in Tschechien erschienen

Wir freuen uns, dass unser Buch “Die Kosmos-Welpenschule” jetzt auch in Tschechien erschienen ist:

Hier gehts zum Verlag :)

Für alle deutschsprachigen LeserInnen empfiehlt sich die Neuauflage inklusive DVD.

Link zum Buch.

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Pudelbesitzer habens nicht immer leicht….

Seit Birk bei Iris vor knapp zwei Jahren eingezogen ist, haben wir viel über die Meinung unserer Mitmenschen zu Pudeln gelernt.

Los ging es direkt im zarten Alter von 12 Wochen – Iris steht mit Birk zwecks Sozialisierungsübungen im Fahrstuhl, als ein eleganter Anzugträger entzückt fragt: Ist das ein Labradoodle??

Iris: Nein, ein Großpudel – Anzugträger (enttäuscht): Ach ein Pudel!

Inzwischen ist Birk ja zumindest äußerlich erwachsen, also ein großer schwarzer Hund. Trotzdem fürchtet sich niemand vor ihm, wenn er mit schlackernden Ohren angelaufen kommt. Mein gerade mal acht Monate alter Schäferhund ruft da schon deutlich ängstlichere Blicke hervor. Spielen die Hunde dann, folgt ein “Ach, der ist ja noch jung!” (deutlich erleichtert…).

Wenn Birk hingegen in Rüdenbegegnungen schon mal grollt, folgt ein ungläubiges “Das war jetzt aber nicht Ihrer! Das ist doch ein Pudel”! Unweigerlich gefolgt von “Die sollen ja sehr intelligent sein!”

Auf jeden Fall hat mich Iris jetzt so lange bekniet, bis ich Ihr ein Motiv für Klamotten etc. gemalt habe:

Die erste Lockenträgerin (Mensch, weiblich) hat mir schon völlig begeistert eins aus der Hand gerissen – sie hätte es auch satt, immer für niedlich gehalten zu werden :)

Hier gehts zum Shop :)

Wer sich ein Produkt selbst zusammenstellen möchte (mit diesem oder anderen Motiven von uns), kann dies hier tun!

PS: Noch was vergessen: Man darf Pudeln nie in die Krone fassen, das verletzt ihre Würde :)   Jetzt hat Birk aber keine Krone.. was nun? Aber ist wahrscheinlich egal, ist ja eh ein Kurzhaarpudel….

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